Wer in den Ferien im Wallis oder im Bündnerland war, kennt das Prinzip der Gästekarte: Man übernachtet im Ort und fährt dafür gratis Bus oder Bergbahn. Neuenburg hat daraus etwas Grösseres gemacht. Die Neuchâtel Tourist Card gilt nicht für ein Dorf oder ein Tal, sondern für den ganzen Kanton, und sie öffnet neben dem öffentlichen Verkehr auch rund dreissig Museen. Sie erhalten sie automatisch, sobald Sie mindestens eine Nacht in einem offiziellen Beherbergungsbetrieb im Kanton verbringen. Viele Gäste entdecken sie erst bei der Ankunft, manche erst bei der Abreise. Hier erfahren Sie, wie sie funktioniert, was sie tatsächlich abdeckt und wie Sie sie vom Hotel Beaulac am Neuenburgersee aus nutzen. Buchen Sie Ihren Aufenthalt auf beaulac.ch, die Karte kommt von selbst.
So kommen Sie zur Karte: Sie müssen fast nichts tun
Die Neuchâtel Tourist Card, kurz NTC, kann man nicht kaufen. Sie wird allen Gästen abgegeben, die mindestens eine Nacht in einem Hotel, auf einem Campingplatz, in einem B&B, einer Ferienwohnung oder einer Gruppenunterkunft im Kanton verbringen. Jede Person auf der Reservation erhält eine eigene Karte, Kinder inbegriffen.
Seit dem 1. Januar 2025 ist die Karte digital. Einige Tage vor der Anreise erhalten Sie eine E-Mail von neuchateltourisme@myntc.ch mit der Bitte, einige Angaben zu ergänzen. Danach erscheint die Karte als Web-App auf Ihrem Handy und ersetzt das frühere Gutscheinheft aus Papier.
Die Karte ist persönlich, gilt ab dem Anreisetag bis Mitternacht am Abreisetag und höchstens fünfzehn Tage lang. Bei einer Kontrolle im ÖV zeigen Sie die Karte und einen Ausweis. Kommt die E-Mail nicht an, wenden Sie sich einfach an die Reception: Die Unterkunft löst die Ausstellung der Karte aus.
Was sie abdeckt: ÖV, Museen, Ausflüge
Das Herzstück ist der Gratis-ÖV. Zug, Bus und Standseilbahn: Sie fahren ohne Billett im ganzen Neuenburger Netz, so oft Sie wollen, während des gesamten Aufenthalts. Das gilt für den Bus nach La Coudre und die Standseilbahn auf den Chaumont genauso wie für den Zug nach La Chaux-de-Fonds, Le Locle oder Noiraigue.
Dazu kommen rund vierzig Freizeitangebote, darunter der freie Eintritt in rund dreissig Museen des Kantons. Unter anderem das Musée d’art et d’histoire in Neuenburg, das Naturhistorische Museum, das Laténium in Hauterive und das Musée international d’horlogerie in La Chaux-de-Fonds. Ausserdem enthalten: eine Schifffahrt auf dem Neuenburgersee oder dem Lac des Brenets, ein Tagesvelo in Neuenburg oder Le Locle und eine Fahrt mit dem Sessellift Buttes-La Robella.
Jedes Angebot kann pro Person einmal während des Aufenthalts genutzt werden. Karte vorzeigen, auf Papier oder auf dem Handy, fertig.
Eine ehrliche Anmerkung für alle mit GA: Den ÖV-Teil haben Sie ohnehin. Für Sie liegt der Wert in den Museen, der Schifffahrt und den Ausflügen. Mit Halbtax oder ganz ohne Abo sieht die Rechnung dagegen schnell sehr anders aus.
Drei Tagesideen ab dem Hotel Beaulac
Neuenburg, vom See bis über die Wolken. Starten Sie im Musée d’art et d’histoire an der Esplanade Léopold-Robert, wenige Schritte vom Hotel. Am ersten Sonntag im Monat werden dort die berühmten Automaten von Jaquet-Droz aus dem 18. Jahrhundert vorgeführt. Danach mit dem Bus nach La Coudre und mit der Standseilbahn auf den Chaumont, auf 1087 Meter, mit Blick auf die drei Seen und bei klarer Sicht auf die Alpen. Zum Tagesabschluss ins Laténium in Hauterive, direkt am See.
Die Uhrenstädte im Jura. Mit dem Zug nach La Chaux-de-Fonds, deren Uhrmacher-Städtebau zusammen mit Le Locle zum UNESCO-Welterbe gehört. Das Musée international d’horlogerie erzählt dort die Geschichte der Zeitmessung. Weiter nach Le Locle, und am Abend zurück an den See, ohne ein einziges Billett gelöst zu haben.
Das Val-de-Travers. Der Zug nach Noiraigue bringt Sie zum Ausgangspunkt der Wanderung zum Creux du Van, am besten in der schönen Jahreszeit. Dasselbe Netz erschliesst Môtiers und das übrige Tal, wo sich die Geschichte des Absinths zu jeder Jahreszeit entdecken lässt, auch bei Regen.
Was Sie vor der Abreise wissen sollten
Die Karte ist grosszügig, hat aber Regeln, und die kennt man besser, bevor man einsteigt.
Sie gilt für Fahrten innerhalb des Kantons: Die Anreise nach Neuenburg aus Bern, Zürich oder Basel zahlen Sie selbst. Sie gilt nur in der 2. Klasse und in allen Zonen des Tarifverbunds Onde Verte, ausser in der Zone 42 (Les Bois und Saignelégier).
In Nachtbussen wie dem Noctambus ist sie nicht gültig, ebenso wenig für Extrafahrten bei Veranstaltungen. Haustiere und Velos sind nicht inbegriffen.
Einige Angebote sind saisonal. Schiffe, Mietvelos und Sessellift haben ihren eigenen Kalender: Im Winter liegt der Wert der Karte vor allem im ÖV und in den Museen. Für ein Wochenende im November oder Februar ist das schon eine Menge. Die vollständige und aktuelle Liste veröffentlicht Tourisme neuchâtelois auf j3l.ch.
Eine Nacht, und der Kanton steht offen
Die Neuchâtel Tourist Card verändert die Rechnung eines Aufenthalts. Eine Hotelnacht bezahlt nicht mehr nur ein Zimmer, sie öffnet den ÖV, die Museen, den See und den Jura. Je länger Sie bleiben, desto mehr arbeitet sie für Sie, bis zu fünfzehn Tage.
An der Reception des Hotel Beaulac hilft man Ihnen gerne, Ihre Tage so zu planen, dass Sie die Karte ausschöpfen, ob auf den Chaumont, in die Uhrenstädte oder bei Regen von Museum zu Museum. Buchen Sie Ihren Aufenthalt auf beaulac.ch oder unter +41 32 723 11 11: Ihre Karte wartet schon vor der Anreise in Ihrem Posteingang.


