Der 31. Dezember wird meistens zu spät geplant. Der ganze Dezember geht für Weihnachten drauf, für Geschenke und Familienessen, und am 28. stellt man fest, dass für übermorgen noch nichts steht. Dann sind die guten Tische weg und es bleiben die Anlässe, zu denen ohnehin niemand wollte.
Silvester in Neuenburg braucht eigentlich wenig Vorbereitung: man muss wissen, welche Art Abend man sucht, die Heimfahrt klären und vor Mitte Dezember reservieren. Wer den Jahreswechsel direkt am Wasser verbringen möchte, erreicht die Réception des Hôtel Beaulac unter +41 32 723 11 11.
Warum Silvester am Neuenburgersee als Kurzaufenthalt funktioniert
Der entscheidende Gedanke ist, den 31. Dezember nicht als Abend zu planen, sondern als zwei Nächte. Wer am 30. oder am frühen 31. anreist und erst am 2. Januar zurückfährt, bekommt für wenig Aufwand etwas, das sich wie Ferien anfühlt, und muss dafür nicht ins Flugzeug steigen.
Die Westschweiz eignet sich dafür besser als die meisten Deutschschweizer annehmen. Neuenburg liegt aus Bern und Biel weniger als eine Stunde entfernt, aus Zürich rund anderthalb Stunden mit dem IC5 ohne Umsteigen. Trotzdem fühlt sich die Stadt an wie ein anderes Land: eine andere Sprache, eine andere Esskultur, ein anderes Tempo. Für einen Jahreswechsel ist genau das der Punkt, denn man will an diesen Tagen nicht dort sein, wo man immer ist.
Dazu kommt das Wasser. Der Neuenburgersee verändert den 31. Dezember spürbar. Die Quais bleiben auch bei Kälte begehbar, der Lärm verteilt sich, und um Mitternacht steht man vor einer Fläche statt vor einer Häuserzeile.
Vier Arten, den 31. Dezember in Neuenburg zu verbringen
Das gesetzte Silvesteressen ist das häufigste Format am See: mehrgängiges Festmenü, Glas um Mitternacht, teilweise mit Musik. Es ist auch das Format, das sich am schnellsten füllt, oft schon Ende November.
Das Abendessen mit Show ist eine Westschweizer Tradition, die in der Deutschschweiz kaum bekannt ist. In den Gemeindesälen von Boudry, Val-de-Ruz oder Val-de-Travers läuft am 31. Dezember ein festes Programm: Apéro, eine Theatergruppe oder ein Komiker, Festessen, danach Orchester und Tanzfläche bis in den Morgen. Die Preise sind moderat und die Stimmung ist deutlich wärmer, als das Wort Gemeindesaal vermuten lässt. Wer die Region wirklich erleben will, findet hier mehr davon als in jedem Hotelsaal.
Der Ausgang konzentriert sich in der Stadt selbst, allen voran in der Case à Chocs, die jedes Jahr ein eigenes Silvesterprogramm auf mehreren Etagen fährt. Das ist die Variante für alle, deren Abend dann beginnt, wenn die anderen heimgehen.
Und schliesslich der ruhige Jahreswechsel, den viele Paare nach ein paar lauten Jahren wieder entdecken: ein gutes Nachtessen, ein Spaziergang den Quais entlang, Mitternacht ohne Konfetti. Neuenburg trägt diese Variante besonders gut.
Das aktuelle Programm des Kantons wird jeweils im Dezember laufend auf der Veranstaltungsseite von Jura und Drei-Seen-Land publiziert: https://www.j3l.ch
Die Heimfahrt, die den Abend beendet
Es ist die Frage, an die man zuletzt denkt, und die am meisten Abende verkürzt. Kurz nach Mitternacht schaut die Hälfte der Gesellschaft auf den Fahrplan, und der Abend endet nicht, weil er zu Ende ist, sondern weil ein Anschluss fährt.
Drei Lösungen gibt es. Der öffentliche Verkehr fährt in der Silvesternacht in der Regel mit Extrakursen am Abend und am frühen Morgen; die Fahrpläne stehen einige Tage vorher auf https://www.sbb.ch. Das Taxi funktioniert, muss aber im Voraus bestellt werden, weil zwischen halb eins und zwei Uhr alle gleichzeitig eines suchen. Und dann gibt es die Variante, die alles andere erledigt, nämlich vor Ort zu übernachten.
Diese verändert den Abend vollständig. Niemand zählt seine Gläser, niemand schaut auf die Uhr, und das neue Jahr beginnt mit einem Frühstück statt mit einer Autofahrt im Nebel.
Der 1. Januar über dem Nebelmeer
Der 1. Januar ist ein seltsamer Tag. Alles ist geschlossen, es passiert nichts, und genau darin liegt sein Wert, wenn man sich etwas vorgenommen hat.
Die beste Idee für diesen Tag heisst Chaumont. Wenn das Mittelland unter dem Hochnebel verschwindet, was im Januar die Regel und nicht die Ausnahme ist, fährt man mit der Standseilbahn hinauf und steht nach wenigen Minuten auf 1087 Metern in der Sonne, mit dem Alpenkranz vor sich und einem geschlossenen Nebelmeer darunter. Das Jahr mit diesem Bild zu beginnen, ist mehr wert als jedes Feuerwerk.
Danach genügt wenig. Das Seeufer lässt sich am Neujahrstag in einem Licht und einer Stille begehen, die es sonst nie hat. Die Eisbahn Littoral hat über die Festtage angepasste Zeiten, die man kurz prüfen sollte, und ist mit Kindern, die zu spät ins Bett kamen, die einfachste Lösung. Ein später Neujahrsbrunch schliesst den Aufenthalt ab, und er wird am besten gleichzeitig mit der Übernachtung reserviert, weil die Plätze zusammen weggehen.
Am Seeufer übernachten
Das Hôtel Beaulac steht an diesem Abend günstig: direkt an den Quais, in kurzer Distanz zur Altstadt und zu den meisten Neuenburger Silvesteranlässen. Man geht zu Fuss zurück, und zu Fuss ist am 31. Dezember das zuverlässigste Verkehrsmittel überhaupt.
Die Zimmer und Suiten blicken mehrheitlich auf den See und die Alpen, das Restaurant Lake Side liegt im Haus, und die Waves Bar im siebten Stock zeigt die Bucht nach Einbruch der Dunkelheit von oben. Gäste, die im Kanton übernachten, erhalten die Neuchâtel Tourist Card, mit der die öffentlichen Verkehrsmittel im Kanton kostenlos genutzt werden können, die Standseilbahn nach Chaumont eingeschlossen. Damit ist der 1. Januar gleich mitgelöst.
Fragen Sie nach Verfügbarkeit und Programm für den 31. Dezember im Hôtel Beaulac unter +41 32 723 11 11 oder info@beaulac.ch, und beginnen Sie das Jahr mit Blick auf den See statt auf die Autobahn. Alle praktischen Angaben finden Sie unter https://beaulac.ch


